Ganztagskonzept

Ganztagskonzept am Grillo-Gymnasium Gelsenkirchen

Ganztagsbeauftragter
Herr Höckelmann


Herr Schael

1. Rechtliche Vorgaben des Schulgesetzes

 

a)      Stundentafel für den achtjährigen gymnasialen Bildungsgang (G8)

Nach der Ausbildungs- und  Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I ist mit der Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs auf acht Jahre eine Erhöhung der wöchentlichen Unterrichtsstunden verbunden.

Die wöchentliche Gesamtstundenzahl in allen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I beträt 163 Stunden. Das bedeutet, dass sie dreizehn Wochenstunden mehr umfasst als die bisherigen 150 Wochenstunden.

Da maximal an fünf Wochentagen sechs Stunden täglich in den fünf Jahrgangsstufen vormittags unterrichtet werden können, entfallen rechnerisch mindestens dreizehn Stunden auf den Nachmittag. Die Verteilung dieser erhöhten Wochenstunden auf die Jahrgangsstufen und deren Einbindung in den wöchentlichen Stundenplan ist für alle Gymnasien des Landes verbindlich. Weil aber Tage mit mehr als sechs Stunden Unterricht längere Erholungspausen und die Möglichkeit, eine vollwertige Mahlzeit einzunehmen, erfordern, hat sich das Grillo-Gymnasium entschieden, die Herausforderung des Nachmittagsunterrichts anzunehmen und pädagogisch sinnvolle Konzepte zu entwickeln, die ein erfolgreiches Lernen der Schülerinnen und Schüler ermöglichen.

 

b)      Was bedeutet „Gebundene Ganztagsschule“?

Die Kultusministerkonferenz der Bundesländer hat die verschiedenen möglichen Formen von Ganztagsschulen definiert. Danach wird unter einer Ganztagsschule in vollgebundener Form verstanden, dass ein durchgehend strukturierter Aufenthalt in  der Schule an mindestens drei Wochentagen von täglich mindestens sieben Zeitstunden für alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I verpflichtend ist. Noch besser als bisher kann die Schule damit den individuellen Stärken und Interessen sowie den spezifischen Lernbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden. Die Ziele des neuen Ganztagskonzepts sind:

-         Den Übergang von der Schule auf das Gymnasium sinnvoll gestalten

-         Die Anforderungen des achtjährigen Gymnasiums verantwortungsvoll umsetzen

-         Die ganzheitliche und individuelle Entwicklung der Kinder fördern.

 

2. Chancen des gebundenen Ganztagsgymnasiums

 

Um die Chancengleichheit und die Zukunftsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler zu verbessern, soll eine Lehr- und Lernkultur gestaltet werden, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, den Anforderungen des achtjährigen Gymnasiums gerecht zu werden und den Druck, der mit der Umstrukturierung einhergeht, zu mindern. Dabei sind die besonderen Bedingungen des Grillo-Gymnasiums (Standorttyp 5) zu berücksichtigen.

Dazu bedarf es umfassender Planungen und Umstrukturierungen, mit denen die „Steuergruppe Ganztag“ des Grillo-Gymnasiums befasst ist.

 

3. Die Gestaltung des Ganztags am Grillo

 

a)      Rhythmisierung des Lerntages

Aus lernpsychologischen Gründen kommt einer rhythmisierten Verteilung von Lern- und Entspannungszeiten über den Schultag hinweg eine besondere Bedeutung zu, da ein harmonischer Wechsel von kognitiven, gelenkten Phasen mit praktischem, selbsttätigem  Arbeiten erfolgreiches Lernen unterstützt. Lernmotivation und Aufmerksamkeit bleiben auf diese Weise erhalten.

Die Unterrichtszeiten am Grillo am Vor- und Nachmittag sollen somit in ein ganzheitliches Lernzeitenkonzept eingebunden werden.

Eine sinnvolle Abwechslung von Anspannung und Entspannung soll einerseits durch eine äußere Rhythmisierung (moderates Doppelstundenmodell), andererseits durch eine innere Rhythmisierung (Einbeziehung von Übungsphasen in den Unterricht, Formen kooperativen Lernens) umgesetzt werden. Mit dieser Verlangsamung durch Verringerung des Raum- und Fachlehrerwechsels soll einer allgemeinen Unruhe und Hast entgegengewirkt werden. Weiterhin ergibt sich eine Entlastung hinsichtlich der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts für Lernende und Lehrende.

 

b)      Lernzeiten

Laut „Hausaufgabenerlass“ dürfen an Tagen mit Nachmittagsunterricht keine Hausaufgaben für den Folgetag erteilt werden. Um das Hausaufgabenpensum zu reduzieren, gleichzeitig jedoch die wertvolle Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsstoff zu gewährleisten, sind in die Stundentafel des Grillo-Gymnasiums Lernzeiten integriert worden. Diese ermöglichen die Festigung und Vertiefung des im Unterricht Gelernten und können zielgerichtet in Anbindung an die Kernfächer (Deutsch, Englisch, Mathematik) sowie die  weiteren Fächer so im Stundenplan verankert werden, dass sie im Sinne der Rhythmisierung als Phasen selbständigen Lernens genutzt werden können. Ein Hausaufgaben- bzw. Lernzeitenkonzept wird über Vereinbarungen auf der Ebene der in einer Klasse unterrichtenden Teams gewährleistet. Davon verspricht sich die Steuergruppe, dass die verschiedenen Möglichkeiten, die die Wochenplanarbeit bietet, ausprobiert und evaluiert werden können, bevor man sich auf ein verbindliches System einigt.

 

c)       Förderung individueller Fähigkeiten und Begabungen

In der Stundentafel der Sekundarstufe I sind außerhalb des Fachunterrichts zehn bis zwölf Ergänzungsstunden vorgesehen, wovon ein Teil auf den Bereich individuelle Förderung entfällt. Im gebundenen Ganztag können wir diese Stunden  einerseits von der Stundenplanstruktur her besser unterbringen, andererseits erlaubt uns das Ganztagangebot eine Aufstockung der Angebote.

An dieser Stelle sei auf das Förderkonzept des Grillo-Gymnasiums (siehe Anlage 1) verwiesen. Aufgrund der besonderen Schülerstruktur mit dem hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund hat die individuelle Förderung eine lange Tradition an unserer Schule und hat sich als Teil der Schulkultur etabliert.

 

d)      Pädagogische Übermittagsbetreuung

Mit der Einführung des gebundenen Ganztags steht den Schülerinnen und Schülern eine einstündige Mittagspause zu, die sie ihren Bedürfnissen entsprechend individuell verbringen können. Neben hauseigenen Angeboten (Pausenhelfer und Sporthelfer; siehe dazu auch Anlage2) hat das Grillo-Gymnasium die Möglichkeit der Kapitalisierung von Lehrerstellen genutzt und 0,4 Lehrerstellen (26.000 €) kapitalisiert. Nach Prüfung der Angebote verschiedener zugelassener Träger haben sich Steuergruppe, Lehrer- und Schulkonferenz für eine Zusammenarbeit mit dem DGB (Haus der Jugend) entschieden. Damit wird eine bereits erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Nachmittagsbetreuung und Förderung fortgesetzt. Wie aus Anlage 3 ersichtlich, assistieren die externen pädagogischen Kräfte bei der Ausgabe und Abrechnung des Mittagessens, bei der Spieleausgabe und beim Einsatz der Pausenhelfer.

 

e)      Mittagessen

Seit der Einführung des gebundenen Ganztags besteht am Grillo-Gymnasium die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen vorzubestellen und einzunehmen, das von einem gemeinnützigen Caterer geliefert wird. Der seit Anfang 2011 bestehende Essensbeirat soll eine gesunde und schmackhafte Ernährung der Kinder sicherstellen.

Im Rahmen der Umbaumaßnahme des Nebengebäudes in der Schultestraße entsteht eine vollwertige Mensa, in der die Ganztagsschüler gleichzeitig essen können. Damit wird ein weiterer Grundstein für die Übermittagsbetreuung gelegt.

Eine Abrechnungsmodus mit einem internetgestützten Kartenchipsystem ist in Vorbereitung.

Außerdem ist die Einrichtung eines Bistros in den Räumen der Mensa in Vorbereitung. Damit wird auch außerhalb der Mittagspause die Möglichkeit geschaffen, gesunde und vollwertige Pausensnacks zu erstehen.

 

f)       Arbeitsgemeinschaften im Ganztagsbereich

Das Grillo-Gymnasium hat sich bewusst für die Einbettung von AG-Zeiten in die Stundentafel entschieden, um einerseits die vielfältigen Begabungen der Schülerinnen und Schüler zu fördern und um andererseits eine Balance zwischen kognitiven Anforderungen und emotional-sozialen Belangen zu ermöglichen. Dabei wird die Vorstellung vom Ganztag als ganzheitliche Schule deutlich.

Zur Zeit gibt es die Zirkus-AG, die Gitarren-AG, die Erlebnispädagogik-AG, die Theater-AG, die Teambildungs-AG und die Volleyball-AG. Um eine intensive Entfaltung  in den Arbeitsgemeinschaften zu gewährleisten, liegt die Gruppengröße zwischen zehn und fünfzehn Schülerinnen und Schülern.

Die o.a. Arbeitsgemeinschaften werden von pädagogischen Kräften des DGB und von Kolleginnen und Kollegen des Grillo-Gymnasiums angeboten (Anlage 4).

25.01.2016

Hausaufgabenfreies Gymnasium - Lernzeiten am GG


 

  1. Was bedeutet „hausaufgabenfrei“?

 

„Hausaufgabenfrei“ bedeutet, dass schriftlichen Übungen, die früher als Hausaufgaben gestellt wurden, ab jetzt in der Schule in den Lernzeiten erledigt werden sollen.

Es gibt allerdings einige Aufgaben, die die Kinder immer noch zu Hause erledigen müssen:

 

  • Lernen für Klassenarbeiten und Tests
  • Vokabel- und Grammatiklernen (besonders in der 1. und 2. Fremdsprache)
  • Lesen von Lektüren
  • Vorbereitung von Referaten und Portfolios

 

Unabhängig davon ist es äußerst wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind zu Hause üben und den Lernfortschritt im Auge behalten.

 

  1. Wie viele Stunden Lernzeit haben die Kinder pro Woche?

 

In jedem Jahrgang haben die Kinder unterschiedlich viele Lernzeiten, die einem Staffelungsprinzip folgen.

 

5er: 5 Stunden

6er: 3 Stunden

7er: 3-4 Stunden

8er: 3-4 Stunden

9er: 2-3 Stunden

 

  1. Wann am Tag liegen die Lernzeiten?

 

Seit dem Schuljahr 2015/16 sind die Lernzeiten am Grillo-Gymnasium rhythmisiert, d. h. sie liegen weitestgehend in der letzten Stunde des Tages. So würde beispielsweise eine Lernzeit an einem Ganztag in der 9. Stunde liegen und an einem Kurztag in einer 6. Stunde.

Beispielstundenplan einer 5. Klasse:

 

 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

1. Stunde

E

D

E

Mu

E

2. Stunde

E

Bio

E

D

E

3. Stunde

PK

Office

Erdkunde

Bio

Rel.

4. Stunde

PK

Office

Erdkunde

Sp

Rel.

5. Stunde

Mu

E

LZ

M

Sp.

6. Stunde

Sp

LZ/AG

LZ

M

LZ/AG

Mittagspause

 

 

 

 

 

8. Stunde

D

 

Ku

E

 

9. Stunde

D

 

Ku

LZ

 

 

 

 

 

 

  1. Wie funktionieren die Lernzeiten?

 

In den Lernzeiten arbeiten die Kinder selbstständig und leise an ihren Aufgaben. Lernzeiten sind deshalb auch „Silentium-Zeiten“, da hier absolute Ruhe und Konzentration herrscht.

Ritualisierung: Einer anfänglichen 5-minütigen Begrüßungs- und Organisationsphase folgen 35 Minuten Einzelarbeit. Die letzten 5 Minuten können für einen Austausch und das Zusammenpacken genutzt werden.

Die Benutzung von Multimediageräten u. Ä. sowie das Essen und Trinken sind natürlich in den Lernzeiten untersagt.

Besonders im Bereich der Unterstufe wird ab kommenden Schuljahr verstärkt auf methodisches Lernen Wert gelegt, sodass Methodentage eingeplant werden.

Auch Lernzeitaufgaben können hierauf abgestimmt werden, sodass die SuS Aufgaben wie „Heftführung“, „Organisation des Arbeitsplatzes“, etc. vornehmen könnten.

 

 

  1. Wo steht, was die Kinder in den Lernzeiten erledigen sollen?

 

Jedes Kind bekommt zu Beginn des Schuljahres einen Schulplaner, in dem es die zu erledigenden Aufgaben einträgt. Dieser Schulplaner dient weiterhin als Mitteilungsbuch für die Kommunikation zischen Eltern und Lehrern. Die Lehrer tragen beispielsweise hier ein, wenn ein Schüler sich unangemessen in den Lernzeiten verhalten hat oder Ähnliches.

Die Eltern kontrollieren zu Hause, ob alles erledigt wurde, und unterschreiben hinter jeder Aufgabe! Der Schulplaner wird zu Beginn des Schuljahres ausgeteilt und kostet pro Schüler 2 Euro. Das Geld wird, wie mit der Schulpflegschaft und Schulkonferenz besprochen, zusammen mit dem Kopiergeld eingesammelt (Insgesamt 12 Euro).

 

  1. Was kann mein Kind in den Lernzeiten machen, wenn es keine Aufgaben mehr hat oder zusätzlich üben möchte?

 

In jeder Klasse stehen sog. Lernzeitordner für die Fächer Deutsch, Mathe, Englisch und die 2. Fremdsprache. Wenn ihr Kind Zusatzmaterial benötigt, kann es Aufgaben aus diesen Ordnern machen, die gleichzeitig Bestandteil unseres individuellen Förder- und Forderkonzeptes sind. Die Aufgaben haben einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad, sodass Ihr Kind gezielt die Aufgaben bearbeiten kann, die für seinen Lernstand angemessen sind.

 

  1. Was ist mit AGs?

 

Arbeitsgemeinschaften werden in das „Lernzeitband“ integriert. So wird eine Stunde pro Woche für eine AG geöffnet. Die Lernzeitaufgaben müssen dann zu Hause nachgearbeitet werden.

Allerdings entscheidet der Klassenlehrer, ob Ihr Kind anstelle der Lernzeit an einer Ag teilnehmen darf. Weitere Informationen erhalten Sie auf einem gesonderten Informationsblatt.

 

  1. Wen spreche ich an, wenn ich noch Fragen habe?

 

Schulleitung: Frau Oberholz

Ganztagskoordination: Herr Höckelmann, Herr Schael

 

 

 

 

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