Berufs- / Studienorientierung

Konzept zur Studien- und Berufsvorbereitung am Grillo-Gymnasium Gelsenkirchen

Nach der Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre bis zum Abitur wurde es notwendig, das ursprünglich bis zur Jahrgangsstufe 13 ausgerichtete Konzept zur Studien- und Berufsvorbereitung neu zu überdenken. So stellte sich z.B. die Frage, ob zwei Betriebspraktika (Stufe 9 und 12) im Hinblick auf die dicht gedrängten Termine und den erhöhten Leistungsdruck auf die SchülerInnen und LehrerInnen noch  sinnvoll sind. Zusammen mit der Lehrer- und Schulkonferenz wurde daher entschieden, dass in Zukunft nur noch ein 14-tägiges Praktikum während der  normalen Schulzeit durchgeführt werden soll (Stufe 9) und das zweite (Qualifikationsphase) durch ein freiwilliges Ferienpraktikum ersetzt wird.

Um jedoch die Berufsvorbereitung qualitativ nicht zu schwächen, wurden die Angebote für die Jahrgangsstufen 7-12 erweitert. Dies geschieht

1. durch den Ausbau der Kooperation mit den bisherigen außerschulischen Partnern

2. durch den Aufbau einer festen Kooperation mit einem ortsansässigen Unternehmen, in diesem Falle der SPARKASSE GELSENKIRCHEN

Die Intentionen, die mit der Zusammenarbeit mit der SPARKASSE angestrebt werden, kommen in der Präambel zum Kooperationsvertrag zum Ausdruck:

„Der Bildungsauftrag des Gymnasiums liegt in der Vermittlung einer breit angelegten allgemeinen Bildung und Förderung von Kernkompetenzen, die den Schülerinnen und Schülern die Aufnahme eines Studiums oder einer qualifizierten Berufsausbildung ermöglichen sollen.

Die im Folgenden beschriebene Kooperation unterstützt durch Verzahnung von Schule und Wirtschaft diese Zielsetzung und stärkt das Weiteren die Berufs- und Praxisorientierung schulischer Aktivitäten.

Sie ermöglicht gleichzeitig den Schülerinnen und Schülern den Einblick in wirtschaftliche Abläufe und stellt somit einen Bezug von den kognitiven Lerninhalten zu betrieblichen und wirtschaftlichen Abläufen dar.

Nicht zuletzt stärkt sie auch die Berufsreife möglicher Ausbildungsplatzbewerber in einer sich ständig wandelnden Berufswelt.

Die räumliche Nähe der Vertragspartner und die langjährigen beiderseitigen Kontakte stellen eine gute Grundlage für eine langfristig angelegte Zusammenarbeit dar.

Dieser Kooperationsvertrag ist auf Selbststeuerung angelegt und strebt die Schaffung von Kooperationsroutinen an.“

 

Das Grillo-Gymnasium hat sich zum Ziel gesetzt, den Schülerinnen und Schülern nicht nur einen qualifizierten Bildungsabschluss zu ermöglichen, sondern sie gleichzeitig optimal auf den Übergang von der Schule in den Beruf vorzubereiten. Das dabei entstandene Konzept beruht auf mehreren Grundüberlegungen und richtet sich in erster Linie an drei Zielgruppen:

1. die Schulabgänger nach der Klasse 10

2. Schüler, die die Schule mit der Fachober- oder Fachhochschulreife nach der Jahrgangsstufe 11 verlassen

3. die Abiturienten und Abiturientinnen

Es reicht in unserer Zeit nicht mehr, als Gymnasium für die Schüler als alleiniges Ziel die allgemeine Studierfähigkeit anzustreben. Vielmehr muss der Tatsache ins Auge gesehen werden, dass viele Gymnasiasten

a) das angestrebte Ziel des Abiturs nicht erreichen

b) zu der Einsicht kommen, dass ein praktischer Beruf eher ihren Interessen und Neigungen entspricht

c) durch Schulunlust und das soziale Umfeld häufiger die Schule abbrechen als früher

d) in überfüllten Universitäten und mangelnden Perspektiven im akademischen Wunschberuf einen Grund sehen, sich im Anschluss an die Schule und nach dem Wehr-/Ersatzdienst erst einmal einen Ausbildungsplatz suchen, um sich so vielleicht später bessere Startchancen im angestrebten Beruf zu verschaffen

e) eine Berufausbildung beginnen, um die Wartezeit bis zum angepeilten Numerus-clausus-Studienplatz zu überbrücken

f) keine oder völlig falsche Vorstellungen von ihrem späteren Arbeitsplatz haben.

 

Was aber alle Gruppen verbindet, ist die Tatsache, dass in keinem Curriculum vorgesehen und -gegeben wird, wie man Schülerinnen und Schülern Perspektiven und Alternativen für die Zeit nach der Schule eröffnen kann. Fachwissen ist wichtig und unabdingbar, es schlägt aber nicht notwendigerweise eine Brücke zum Berufsleben.

An dieser Stelle möchte das Grillo-Gymnasium ansetzen und versuchen, mit Hilfe von verschiedenen Kooperationspartnern (Industrie, mittelständische Betriebe, Hoch- und Fachhochschulen, Berufskollegs, Ämtern und Behörden) den Schülern schon frühzeitig, d.h. nicht erst nach der Entlassung aus der Schule, einen Ein- und Ausblick auf das Leben außerhalb der Schulmauern zu geben, frühe Kontakte mit Berufen- und Berufsvertretern zu knüpfen und „hautnah“ zu erfahren, wie das „eigentliche“ Leben aussieht oder aussehen könnte.

Es ist notwendig, dass die Schule für die Arbeitswelt geöffnet wird, aber ebenso wichtig ist es, dass die Schule auch hinausgeht in die Betriebe und die Institutionen, die sich professionell mit der Arbeit und dem Arbeitsmarkt beschäftigen.

Nur so ist es möglich, wenn schon keine Brücke, doch zumindest einen Steg zu bauen, der den Schülern hilft, über das schwarze Loch der Unsicherheit zu gelangen, das sich nach der Schule plötzlich auftun kann.

Um die Schüler möglichst frühzeitig daran zu gewöhnen, sich Gedanken an ihre Zukunft zu machen, sollten schulische Maßnahmen zur Berufsvorbereitung schon so früh wie möglich ansetzen.

Ein Effekt, der dabei entstehen kann, ist der, dass die Heranwachsenden

a) erste Konturen in Bezug auf ihre Berufsvorstellungen entwickeln und

b) die Einstellung zur Schule allgemein verändern, indem sie einsehen, dass es sich bei ihrer Ausbildung nicht um ein „Zwangssystem“ handelt, sondern durchaus einen Zweck auf dem Weg zum „Traumberuf“ haben kann.

Daher beginnt das Konzept schon mit Veranstaltungen, die auf altersgemäße Weise in der Jahrgangsstufe 7 ansetzen.


Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den angehängten Dateien. 

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